Der Windsurfing Journal Test 2.0

Willkommen bei der größten und aktuellsten Online-Windsurf-Testdatenbank der Welt! Über 500 Produkte stehen dir hier ab 2006 im Einzeltest zur Verfügung. Und es werden von Woche zu Woche mehr! Wir testen permanent alles, was uns unter die Füße kommt und stellen es mit einer Zeitverzögerung von ca. vier bis sechs Wochen nach dem Erscheinen der Ergebnisse in unserer Printausgabe des Windsurfing Journals online.

Nirgendwo sonst hast du die Möglichkeit, Testberichte aus erster Hand online zu lesen. Für das Windsurfing Journal testet der Chefredakteur persönlich das Equipment und verlässt sich nicht auf Aussagen Dritter.

Seit kurzem hast du nun auch die Möglichkeit, selber das Material zu bewerten. Solltest du also mit unserem Test einverstanden sein, kannst du das Material genauso bewerten wie wir. Selbstverständlich kannst du dem Brett oder Segel auch abweichende Punkte geben. Dabei solltest du folgende Dinge berücksichtigen:

1. Zu große Abweichungen
Sollten deine Bewertungen zu krass von unseren Ergebnissen abweichen, behalten wir uns das Recht vor, deinen Eintrag komplett zu löschen. Solltest du also zum Beispiel bei einem Board bei der Geschwindigkeit 0 Punkte vergeben, wir aber der Meinung waren, es hat die volle Punktzahl (20) verdient, gehen wir davon aus, dass der Eintrag lediglich zum Schaden des Produkts vorgenommen wurde.

2. Ehrlicher Vergleich
Die Bewertungen in unseren Statistiken kommen im Vergleich der einzelnen Produkte untereinander in den jeweiligen Gruppen zustande. Bekommt ein Segel oder ein Board in einer Testgruppe zum Beispiel 18 Punkte, dann hat es sich im Vergleich zu den anderen Produkten diese verdient. Solltest du nur ausschließlich dieses eine Produkt gefahren sein, solltest du das bei deiner Bewertung berücksichtigen und eher etwas vorsichtiger bewerten.

3. Kommentare
Beschreibe möglichst ausführlich deine Eindrücke und untermauere damit deine Bewertung. Das stärkt deine Glaubwürdigkeit.

Mit dem Bewertungstool möchten wir mit dir in einen interaktiven Dialog einsteigen und unsere Testergebnisse als Diskussionsgrundlage nutzen! Denn schließlich standen wir tatsächlich auf allen Boards selber drauf und hatten jedes Segel wirklich selber in der Hand. Wir können deshalb zu allen Testergebnissen stehen und uns auch mit Kritik auseinandersetzen!

Bei unseren Mammut-Tests für das Windsurfing Jahrbuch ginge ohne die Zusammenarbeit mit dem OTC, dem "Official Test Center" (www.otc-windsurf.com) gar nichts. Das ganze Jahr über liegen dort die Boards und Segel der größten Hersteller zum Testen bereit (insbesondere für dich!). Alle anderen Brands hatten die Möglichkeit, uns ihr Wunschmaterial auf die Insel zu schicken, unabhängig von einem Anzeigenengagement in unserem Jahrbuch.
Womit wir schon beim Thema wären: Wie aussagekräftig sind Windsurfprodukttests in Magazinen, die aus reinen Selbsterhaltungstrieben auf die Kooperation mit allen Brands angewiesen sind?! Diese allseits beliebte und viel diskutierte Frage geht natürlich auch an uns nicht spurlos vorbei. Deshalb legen wir dir unsere Testsituation völlig offen und beschreiben dir darüber hinaus auch die Tester mit ihren persönlichen Vorlieben.

Traditionell haben Magazintests nirgendwo auf der Welt eine so große Bedeutung wie in Deutschland. Ob Mikrowelle, Fön oder Digitalkamera: Alles wird getestet. Fällt ein Produkt durch, kann der Hersteller einpacken. Die oberste Instanz aller Einrichtungen, die Stiftung Warentest, entscheidet im schlimmsten Fall nicht nur über die Verkaufbarkeit eines Produktes, sondern auch über die Zukunft eines Unternehmens, samt Arbeitsplätzen und Einzelschicksalen.

Leider sind die veröffentlichten Ergebnisse der Stiftung Warentest nicht mit denen in Funsportpublikationen vergleichbar. Zum einen testen die Kollegen in der Regel harte Fakten, die sich anhand technischer und mechanischer Messungen belegen lassen. Zum anderen ist diese Einrichtung steuerfinanziert. Sie dient (bestmöglich) dem Allgemeinwohl. Wirtschaftliche Interessen rücken damit in den Hintergrund. Anzeigenerlöse sind unnötig. Die Unabhängigkeit garantiert.

Ganz so einfach haben wir es leider nicht. Noch ist die Bundesrepublik Deutschland nicht der Meinung, dass 82 Millionen Bürger in den Genuss vollkommen unabhängiger Windsurftests kommen sollten. Irgendwie ja auch verständlich.

Für uns ist es also wichtig, dein Vertrauen in unsere Tests zu gewinnen. Und Vertrauen stellt man unserer Meinung nach dadurch her, dass man seine Testweise und die Testcrew mit allen Gegebenheiten und Besonderheiten offenlegt, ohne dabei mit möchtegern-wissenschaftlichem Halbfachwissen um sich zu werfen. Folgende Punkte sind dabei wichtig und unterscheiden uns von unseren Mitbewerbern:

1. Kein spezielles Material!

Da wir zum größten Teil auf das Windsurfequipment des OTC zurückgreifen, geben wir den Herstellern nicht die Möglichkeit, eigens für uns angefertigte Boards in den Test zu geben. Das OTC bekommt seinen Stuff zu 90 Prozent von den englischen Vertrieben, die schlichtweg ins Lager gehen, um dann die georderten Boards und Segel zu verschicken. Damit testen wir im Zweifel genau das Board, das du auch im Laden hättest kaufen können. Es ist kein Geheimnis, dass einige Brands eigens für Magazintests hergestellte Customboards, die besonders leicht sind, mit dem Seriendekor versehen und dann in den Test geben. Bei uns werden solche Boards nicht getestet, da ein Ergebnis überhaupt nichts mit dem zu tun hätte, was der Realität entspricht.

2. Absolute Offenheit beim Testteam!

Um dir ein Gefühl für die Vorlieben unserer Tester zu geben, legen wir dir offen, wer an den Ergebnissen mitgewirkt hat und auf welchem Material die Tester privat unterwegs sind. Hinzu kommt, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem OTC auf Tester zurückgreifen können, die nicht nur tatsächlich unabhängig sind, sondern mehr als nur drei oder vier Wochen im Jahr Tests absolvieren. Das erste 2008er-Material erreichte bereits im August 2007 das OTC und Tris, Ben und Sparky hatten damit schon einige Wochen Tests hinter sich, als wir auf Teneriffa aufschlugen. Insbesondere Tris und Ben sind tatsächlich unabhängig, denn privat greifen sie einfach immer zu dem Material, dass im OTC gerade verfügbar ist. Meine Person fuhr in den letzten Jahren hauptsächlich North Sails und Fanatic. Du kannst dir aber sicher sein, dass ich in der kommenden Saison auch auf anderem Stuff unterwegs sein werde. Ich habe während unseres Tests in bestimmten Kategorien für ganz besondere Bedingungen wirklich tolle Boards und Segel fahren dürfen. Die zweite wichtige Person neben mir, Torben Sonntag, ist nebenbei "Hot Sails"-Importeur für Deutschland. Dass das keinen Einfluss auf unsere Testergebnisse hat, bewiesen wir bereits mit dem letzten Jahrbuch. Kein Segel von Hot Sails fand sich in der Top 5 wieder, obwohl wir in manchen Kategorien eigentlich locker ein Segel der Marke dort hätten platzieren können. Im Zweifel wollten wir uns jedoch mögliche Diskussionen ersparen und so hat Torben durch die Zusammenarbeit mit uns eher Nach-, denn Vorteile. Wir finden es unseriös, wenn wir dich nicht darüber aufklären würden, welche Marken welcher Tester privat fährt oder für wen er womöglich auch noch arbeitet. Wenn alle anderen auch so transparent und offen sein würden wie wir, würde sicherlich manche derer Testergebnisse in einem anderen Licht erscheinen. Nicht nur bei uns testen Importeure oder deren Mitarbeiter. Der Unterschied ist nur, dass wir dir das offen legen.

Das Testteam: Alexander Lehmann Das Testteam: Torben Sonntag Das Testteam: Tris Best Das Testteam: Ben Wood

3. Wir testen unter Ausschluss der Windsurfindustrie!

Bereits in der vergangenen Ausgabe des Jahrbuchs sind wir detailliert auf diesen Punkt eingegangen. Wir halten nichts davon, dass uns der Produktmanager das Segel aufriggt oder unsere Boards feintuned, denn in der Regel wirst du auf die Dienste dieser Experten auch verzichten müssen. Wir wollen lieber genau die gleichen Erfahrungen sammeln wie ein Otto-Normal-Windsurfer und dann unser Erlebtes beschreiben, um dir ein wenig Arbeit abzunehmen.

4. Wir testen möglichst kostengünstig!

Wenn 20 Segel- und 20 Boardhersteller ihren Stuff einmal um den halben Globus schicken müssen, damit wir ihn dann testen können, ist das für alle Brands eine teure Angelegenheit. Zum einen ist natürlich schon der Transport nicht gerade ein Schnäppchen und zum anderen sind Testboards und -segel (wenn man das Material so richtig hart rangenommen hat) im Zweifel hinterher nichts mehr Wert. Diesen Spaß muss irgendjemand bezahlen und im Zweifel bist genau du das! Du bist das letzte Glied in der Wertschöpfungskette und so trägt ein gewisser Prozentsatz in deinem Kaufpreis dem Testaufwand der Hersteller Rechnung. Auch dieser Punkt bestätigte uns in der Wahl unseres Kooperationspartners OTC. Durch uns entstehen den Vertrieben also keine weiteren Kosten, die an dich durchgereicht werden würden. Ob du es glaubst oder nicht: Herstellerseitig sind damit jedoch nicht alle glücklich! Das liegt zum einen an dem in Punkt 1 beschrieben Umstand. Zum anderen wurde er Vorwurf laut, wir würden ausgelutschtes Stationsmaterial testen. Ehrlich gesagt entlockt uns dieser Kommentar nicht einmal ein müdes Lächeln. Wenn wir das Material untersuchen, ist es ein oder zwei Monate alt. Wenn Hersteller nicht in der Lage sind, Material zu entwickeln, das zwei Monate seinen Shape beibehält, sollten sie sich vielleicht mal Gedanken machen, aber sicherlich nicht wir. Dieser Umstand kommt letztendlich wieder dir zugute. Was nützt dir ein Segel oder Brett, das sich am ersten Tag super fährt, aber bereits danach so auseinanderfliegt, dass die Fahrleistungen darunter leiden! Ganz nebenbei: Wir haben noch nie Windsurfer kennengelernt, die so penibel (fast schon pedantisch) mit ihrem Material umgehen, wie die Jungs vom OTC. Da liegt kein Segel oder Board am Strand in der Sonne, das Equipment wird immer sofort wieder in das schattige und kühle Office getragen, mit Süßwasser abgespült, die Gabel vom Segel entfernt, das Vorliek gelöst und an der Achterliek-Öse aufgehängt. Flieg nach El MŽdano, dann kannst du dich von 100-prozentiger englischer Ordnung überzeugen!

Nun aber viel Spaß mit unseren Tests hier auf Windsurfing-Journal.de. Wir hoffen, dass wir durch unsere Offenheit ein wenig dein Vertrauen gewinnen konnten. Trotzdem möchten wir dir noch folgende Empfehlung mit auf den Weg geben: Wenn du dir nicht sicher bist, welches Board oder Segel für dich das beste ist, teste es selbst! Es gibt nichts Besseres, als sich persönlich von dem Material einen Eindruck zu verschaffen! Dabei ist es aber sehr wichtig, dass du die Fahrleistungen vergleichen kannst, deshalb solltest du immer probieren, mehrere Produkte hintereinanderweg zu fahren. Auch du wirst einen Unterschied merken, da sind wir uns sicher. Unsere Tests sollen dir eine Hilfestellung geben, welches Material das richtige für dich sein könnte. Ob unser Testsieger auch dein persönlicher Favorit ist, solltest du jedoch selbst herausfinden. Du solltest keinen Test auf diesem Planeten als unumstößlich hinnehmen. Alle Tester sind Menschen mit persönlichen Vorlieben und Ansprüchen. Durch die Wahl unseres Testteams, da bin ich mir sicher, bekommen wir die vermeintlich objektivste Sichtweise auf das Material. Aber letztendlich musst du dich selbst entscheiden. Das OTC steht auch dir dafür jederzeit zur Verfügung!

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On Air: Force 5,3 m (Naish Sails)

2009er Heartbreaker Segel

North Sails
Duke 5.9
Crossover
North Sails
X-Type 7.3
Freeride NoCam
Sailloft
Cross 7.0
Freeride NoCam
Simmer
Icon 4.7
Wave

2008er Heartbreaker Segel

Hot Sails Maui
Superfreak 5.8 m
Crossover
Gaastra
Pilot 7,0 m
Freeride NoCam

2008er Heartbreaker Boards

Hifly
Move 95
Crossover
Tabou
Rocket 105
Crossover
Hifly
Free 145
Freeride
HiFly
Madd 125
Freeride
Starboard
Kombat 114
Freeride
Tiga
Free X 150
Freeride
JP
Real World Wave 82
Wave

2007er Heartbreaker Segel

Hot Sails
Superfreak 5,8
Crossover
Gaastra
Gaastra Pilot 7,0 m
Freeride NoCam
Hot Sails
Diva 5,3
Wave

2007er Heartbreaker Boards

Naish
Hybrid Wave 96
Crossover
Fanatic
Hawk 108
Freeride
Hifly
Free 142
Freeride
Hifly
Madd 115
Freeride
Starboard
Kombat 107
Freeride
Thommen
ClassX 125
Freeride
Starboard
Flare 99
Freestyle
Exocet
U-Surf 76
Wave
Hifly
Madd Wave 83
Wave