Hifly Madd 115 (2007)
Der erste Eindruck
Das Madd von Hifl y wurde für 2007 komplett überarbeitet. Es soll noch vielseitiger, benutzerfreundlicher und leichter zu kontrollieren sein als sein Vorgänger. Es hat ein spitzes Heck, eine spitze Nose und insgesamt eine sehr runde Outline. Das Deck ist an der Mastschiene ziemlich fl ach und im Standbereich stark gewölbt. Im gesamten Standbereich ist ein Deckpad und an den Schlaufen sind zusätzlich Heel Cusions. Das Board ist ein Twinserbrett und wird mit zwei Finnen geliefert. Das Heck ist abgeschrägt, um Freestyle-Tricks zu erleichtern. Das Unterwasserschiff geht von einer Konkaven in eine Doppelkonkave und schließlich zu einem V im Heck über. Dieser klassische Shape macht das Brett schnell, leicht zu kontrollieren und wendig zugleich. Die Einstellungsmöglichkeiten für die vorderen Schlaufen fi nden wir nicht so gut. Man kann die Schlaufen nicht parallel zur Kante nach vorne oder hinten versetzen. Der Plug sitzt schräg, also wandert die Schlaufe immer weiter nach innen, je weiter man nach vorne möchte.
Fahreigenschaften
Im Wasser fühlt sich das Madd sehr klein an. Es bietet trotzdem sehr viel Stabilität beim Dümpeln. Das Madd gleitet von alleine nicht sonderlich früh an, sondern braucht etwas Input des Fahrers. Es ist nicht so, dass sich das Board am Wasser festsaugt, sondern es reichen ein, zwei leichte Pumper oder auch ein leichtes Abfallen, damit das Madd losgeht. Es beschleunigt ruhig, man kann entspannt nach hinten gehen und mit den Füßen nach den Schlaufen suchen. Es ist, als hätte das Brett zwei Gänge: Man kann entspannt cruisen, sich aber auch voll gegen die Kante lehnen und so richtig Vollgas geben. Das Brett gibt positives Feedback an den Fahrer und fühlt sich leicht und angenehm an. Auf Raumschotkurs wird das Board außergewöhnlich schnell, aber durch das gewölbte Deck und das gute Zubehör steht man immer bequem und hat alles unter Kontrolle. Insgesamt waren wir von dem unendlichen Potenzial des Boards positiv überrascht.
Manövereigenschaften
Der Einsatzbereich bei den Manövern ist sensationell. Das Brett kann man eigentlich für alles benutzen. Ob du es glaubst oder nicht, man konnte mit dem Board tatsächlich gut Freestylen und mit einer Single-Schlaufe waren wir in kleinen Wellen und hatten unseren Spaß. Das Board carved durch seine runde Outline viele unterschiedliche Radien ins Wasser. Die Twinser- Finnen geben exzellente Führung und vermitteln einen unheimlichen Fahrspaß.
- Fazit
-
Das Screamer hat einen Quantensprung
hingelegt. Die ruhige Art und die
hervorragenden Fahr- und Manövereigenschaften
haben uns beeindruckt. Wir können
das Brett wirklich jedem Surfer empfehlen.
- Pro
- Unglaubliches Potenzial, Alleskönner und vielseitig.
- Contra
- Bei Kabbelwasser braucht man etwas technisches Fahrkönnen.
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