Hifly Move 95 (2008)
Der erste Eindruck
Die Moves werden von Shaper Klaus Jocham als die vielseitigsten Bretter in der HiFly-Palette gesehen. Das 95 ist das kleinere der zwei Modelle in der unverändert von 2007 übernommenen Baureihe. Es wird von HiFly als kleines Freemovebrett propagiert, das in der Welle und in Bump-and-Jump- Bedingungen überzeugen kann und außerdem gut für Sprungsessions geeignet ist. Die Produktionsweise ist Carbon-Kevlar-Doppelsandwich. Der moderne Shape des Unterwasserschiffs ist durch eine einfache Konkave in Bug- und Heckbereich mit Doppelkonkave im Brettmittelteil charakterisiert. Ein großes Deckpad mit Fersenpolstern und DaKine-Schlaufen sowie zwei alternative Finnen (21,5 cm/Wave und 31 cm/Freemove) bilden die hervorragende Ausstattung des Brettes.
Fahreigenschaften
Auf dem Wasser überzeugt das Move als einfach zugängliches, komfortables Brett mit großer Vielseitigkeit (die durch die zwei mitgelieferten zwei Finnen optimal genutzt werden kann). Auch mit der Wavefinne kommt das HiFly überraschend früh ins Gleiten und fühlt sich locker und reaktionsfreudig an. Die Finne macht wirklich einen guten Eindruck und hält für ihre Größe viel Druck aus. Mit 31-cm-Finne kann das Domedeck optimal genutzt werden, um effektiv Kraft aufs Brett zu übertragen. Bei anspruchsvollen Bedingungen braucht das Move eine aktive Fahrweise. Ungeübtere Fahrer müssen dann einen Gang zurückschalten und auf das letzte Quäntchen Geschwindigkeit verzichten. Gute Fahrer werden das Board zu wirklich hohen Geschwindigkeiten pushen können.
Manövereigenschaften
Die Manövereigenschaften des Move überzeugen. Es dreht in der Halse sehr willig, mit gut greifenden Kanten, die auch enge Kurvenradien unterstützen. Sehr gut ist auch die Performance in der Welle mit ordentlich Druck im Segel. Bei Leichtwind war der Vortrieb der kleinen Finne im Bottom Turn ein wenig zu gering. Mit der 31- cm-Finne ließen sich in diesen Bedingungen aber immer noch schöne, lang gestreckte Carvingturns fahren. Generell ist die Charakteristik des Brettes bei Manövern eher gutmütig und kontrolliert als direkt und radikal, was Aufsteigern, die ein richtiges Freemoveboard suchen, sehr entgegen kommen dürfte. Denn mit dem Madd sind bei besserer Technik sogar Freestylemanöver drin, wenn man die kleine Wavefi nne fährt.
- Fazit
-
Ein beeindruckendes Allroundbrett mit tollen
Fahrleistungen in unterschiedlichsten
Bedingungen zu einem sehr gutem Preis-
Leistungs-Verhältnis. Was soll man dazu
sagen? Empfehlenswert!
- Pro
- Leichter Frühgleiter mit spritzigem Fahrgefühl, guter Allrounder.
- Contra
- Nicht ganz so direkt.
Eure Meinungen
- Bernd Hennecke aus Schwabach (12.11.2009)
Mein Lieblingsboard für Bump and Jump! Mit 32er Finne machen 7,5 qm auch noch super Spass. Höhe läuft das Brett von alleine. Das Beste ist aber die endlose Kontrolle bei Überhack - nur die Halsen werden dann knifflig. Auch in der Welle muß man Abstriche machen.
- Tom Lampa aus Rostock (22.03.2009)
Fährt bei den häufigsten Wind- und Wavebedingungen an der Ostsee und an fast allen anderen Spots. Nur bei Starkwind oder großen Wellen beginnt es, schwer kontrollierbar zu werden.
- Tim Merschmann aus Flensburg (09.08.2008)
als Freemoveboard gut, als großes Waveboard weniger geeignet.Zuviel Volumen im vorderen Bereich. Ist aber sehr schnell