Tabou Rocket 105 (2008)
Der erste Eindruck
Die Rocket-Baureihe wird von Tabou als Flaggschiff der Modellpalette bezeichnet. Auch diese Reihe ist für 2008 überarbeitet worden, mit nunmehr sechs Boards zwischen 95 und 145 Liter. Wie für die 3S-Reihe sind alle Rockets in einer (blauen) Standard- und einer in nur 100 Exemplaren produzierten weißen Limitedversion erhältlich. Das Rocket 105 ist mit Hilfe des zweifachen Super- X-Weltmeisters Matt Pritchard neu gestaltet worden, mit einem überarbeiteten Unterwasserschiff mit durchgehendem V, das sowohl die Geschwindigkeit als auch die Kontrollierbarkeit erhöhen soll. Die Brettausstattung ist gut. Die gelieferte Finne ist mit 34 Zentimeter um zwei Zentimeter länger als im Vorjahr. Die Fußpads mit integrierten Schockabsorbern unter den Fersen sind sehr gut. Nur die Fußschlaufen sind unserer Meinung nach mäßig, wobei die Weitenverstellbarkeit für den Freerideeinsatz (im Gegensatz zum Freestylen, wo weite Schlaufen wichtiger sind) ausreichend war.
Fahreigenschaften
Mit Druck im Segel hebt das Rocket sofort ab – es kommt früh ins Gleiten und beschleunigt angepowert sehr zügig auf höhere Geschwindigkeiten. Bei Mittelwind ist die Geschwindigkeit noch moderat, mit zunehmendem Wind wird das Rocket dann seinem Namen immer mehr gerecht und fährt allen anderen Boards der Gruppe davon. Insbesondere bei Starkwind ist der Topspeed wirklich beeindruckend. Dabei wirkt das Brett lebhaft und leicht und macht auch Langstreckenschläge und lange Sessions zum Genuss. Das Domedeck ist sehr komfortabel und lässt sich gut zur Kraftübertragung auf die Finne nutzen. Mit viel Druck im Segel hatte unser leichtester Tester leichte Kontrollschwierigkeiten, die aber für schwere und erfahrene Fahrer kein wirkliches Problem darstellen. Das Rocket ist ein Bump-and-Jump-Brett, das slalombrettähnliche Endgeschwindigkeiten erreicht, dabei aber gutmütig genug ist, um entspanntes und kontrolliertes Fahren zuzulassen.
Manövereigenschaften
Die lebhafte Charakteristik des Rockets führt bei Halsen im Kabbelwasser dazu, dass das Brett aktiv im Zaum gehalten werden muss. Insbesondere leichte Fahrer werden Probleme bekommen, die Kanten im Wasser zu halten. Man sollte also wirklich konsequent und mit viel Druck auf der Leekante in die Kurve gehen. Wer dies tut, kann saubere, schnelle Halsen zirkeln. Die bevorzugten Radien des 105 sind allerdings relativ weit.
- Fazit
-
Das Rocket 105 ist eine Rennmaschine mit
Manieren – ein schnelles, gut reagierendes
Freeridebrett für viel Spaß beim Heizen.
Für Geschwindigkeitsfanatiker wirklich
empfehlenswert!
- Pro
- Das 105 ist ein Frühgleiter mit fantastischer Höchst geschwindigkeit, das trotz seines lebhaften Charakters leicht zu kontrollieren ist.
- Contra
- Das Brett hat kein Crossover-Potenzial für Welle und Freestyleeinsatz. Hierfür ist das 3S die eindeutig bessere Wahl.
Eure Meinungen
- martin aus glückstadt (17.08.2009)
ich fahre es am liebsten mit einem remedy 6,0er im leichten kabbel und strömung. das brett macht einfach nur spaß, gleitet superfrüh an,dreht wie hulle... trotz meiner 95kg...und kleinerer finne (27er) deshalb beste empfehlung für den rocket
- Jeroen Moser aus Hoofddorp. Niederlände (15.02.2009)
Ich mochte met ein 6.0 V6 (groste segel) fahren nur ab 18 bis 30 knt und bin 86 kg. Welche volume advisieren sie? Ich kan shnon gut gleiten und ich fange an mit powerhalsen lernen. Ist 105 genug oder soll ich 115 L kaufen?
- Andi aus Berlin (29.01.2009)
Besitze das blaue 2008er 105L Rocket und muss wirklich sagen, dass es mein geliebten Naish Freerider in allen Belangen absolut topt, vorallem im "Topendcontrol" - es läuft einfach wie auf Schienen. Ich kann den Test voll bestätigen. Fahre kein Wave oder Freestyle, einfach nur Heizen...und das seit 1990
- Sven aus Kiel (25.06.2008)
Das Rocket ist wirklich eine Rakete. Habe es auch, fürs Flachwasserheizen super geeignet.