HiFly Madd 125 (2008)
Der erste Eindruck
Die Madd-Reihe geht nunmehr ins die dritte Saison. Das im letzten Jahr getestete 138 hat viel Anklang gefunden. Neu zur Reihe gestoßen ist nun das hier getestete 125, das im Shape dem 138 vom Vorjahr ähneln soll. Zielvorgaben für den Shape waren ein gutes Angleitverhalten und maximale Kontrolle in allen Bedingungen. Das Unterwasserschiff gleicht dem des Free 145 (ebenfalls im Jahrbuch). Es geht von einem planen Bereich im Bug zu einer einfachen Konkave im vorderen Brettteil, einer Doppelkonkave unter der Mastspur und schließlich zu einem V im Heck über. Das Madd ist ein Twinser, wobei der Vorteil der Bestückung mit zwei Finnen in guter Brettstabilität in Manövern und Kontrolle bei Hack liegen soll. Die Ausstattung des Carbon-Kevlar-Sandwichboards ist sehr gut. Pads und Schlaufen gehören zu den besten der Gruppe. Die gelieferten Finnen haben eine Länge von 29 Zentimeter.
Fahreigenschaften
Durch die Twinser-Konstellation fällt als erstes auf, in welch flachem Wasser man das Madd beachstarten kann. Zudem ist es auffällig kippstabil. Mit Druck im Segel kommt das HiFly auch bei passiver Fahrweise kontrolliert ins Gleiten. Von den Schlaufen her ist das Fahrgefühl sehr gutmütig und weich. Das Madd macht es einem wirklich leicht – es trimmt sich von allein, gleitet gut durch Windlöcher und verzeiht auch schlechte Technik, ohne mit der Wimper zu zucken. Selbst bei Hack bleibt es immer unter Kontrolle, wird aber nicht ganz so schnell, wie die besten Boards der Gruppe. Da auch mehr Druck im Segel nicht in höherem Speed resultiert, kann man sich dabei einfach bequem aufrechter Positionieren. Die Fußschlaufenpositionen sind limitiert, da es keine echte Außenposition gibt. Dies ist in Ordnung, da sportliches Fahren auf der Kante sowieso nicht zur Fahrcharakteristik passen würde, aber nur eine Reihe von vorderen Schlaufenplug sind wirklich zu wenig.
Manövereigenschaften
Das Halsenverhalten des HiFlys ist gutmütig und immer leicht kontrollierbar. Die Kippstabilität durch den gesamten Turn macht es zu einem idealen Lernbrett. Erfahrene Windsurfer werden sich etwas mehr Radikalität wünschen und auch mal engere Halsen fahren wollen als das Brett mitmacht. Dafür ist das Wenden mit dem Madd 125 sehr einfach. Hier hat man viel Zeit und kann sich auch mal einen Schrittfehler erlauben oder sich beim Umgreifen an der Gabel etwas Zeit lassen.
- Fazit
-
Das Madd 125 macht das Windsurfen im
Gleiten zum Kinderspiel und ist so ein tolles
Lernbrett für leichte und mittelschwere
Aufsteiger!
- Pro
- Kippstabilität, einfaches Angleiten, Gutmütigkeit.
- Contra
- Nicht ganz so hoher Topspeed. Wenige Fußschlaufenoptionen.
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