Hifly Free 145 (2008)
Der erste Eindruck
Die Free-Reihe geht mit deutlichen Veränderungen in die neue Saison. Das 145 ist das größte von drei verfügbaren Modellen der Baureihe (132, 118). Die Outline ist kürzer und breiter geworden. Der Unterwassershape ist recht kompliziert, nacheinander finden sich ein planer Bereich im Bug, eine einfache Konkave im vorderen Brettteil, eine Doppelkonkave unter der Mastspur, zu der sich unter den Schlaufen ein V gesellt, und schließlich wieder ein einfaches V im Heck. Die Ausstattung ist sehr gut, mit einfachen, sehr guten DaKine-Schlaufen, einem großen Deckpad und zwei sehr guten Finnen, die den Einsatzbereich des 145 vergrößern. Kritikpunkt bleibt, wie schon seit einigen Jahren, die vorderen Fußschlaufenoptionen: Aufgrund nur einer Plugreihe gibt es lediglich die Wahlmöglichkeit zwischen „außen hinten“ oder „innen vorn“.
Fahreigenschaften
Auf dem Wasser zeigt das 145 sehr beachtliche Leistungen, die eine breite Zielgruppe ansprechen wird. Es ist zunächst einmal sehr kippstabil beim Dümpeln und kann große Riggs vertragen. Unter den Füßen fühlt es sich zum Loslegen bereit an und kommt auch tatsächlich sehr leicht und kontrolliert ins Gleiten. In den Schlaufen fühlt man sich perfekt mit dem Brett verbunden. Das Domedeck sorgt für einen komfortablen Stand und kann gleichzeitig genutzt werden, um Kraft gut aufs Brett zu übertragen. Der Charakter des 145 ist sehr vielseitig: Es fühlt sich beim entspannten Gleiten ebenso wohl wie mit richtig Druck im Segel und einem sportlichen Fahrer an Bord. Die erreichbare Endgeschwindigkeit ist beeindruckend. Besonders überzeugt das 145 aber mit dem kompakten und leichten Fahrgefühl – es fühlt sich auf dem Wasser wie ein viel kleineres Brett an. Mit der größeren Finne und 8,5er-Segel gehören die Frühgleitfähigkeiten mit zu den besten im Test. Das HiFly zieht dann sehr willig auf gute Winkel am Wind und bleibt sehr kontrolliert.
Manövereigenschaften
zu den guten Fahreigenschaften kommt ein wirklich ausgezeichnetes Manöverpotenzial. Es macht richtig Spaß, mit diesem Brett in die Kurve zu gehen! Gecarvte Powerhalsen fühlen sich auf dem Free an wie auf einem 120-Liter-Brett. Die Kanten greifen selbst auf Kabbelwasser und bei engen Radien hervorragend. Ohne merklichen Geschwindigkeitsverlust lässt sich das 145 durch die Halse steuern. Aufsteiger wie Experten wird das Manöververhalten gleichermaßen begeistern.
- Fazit
-
Das Free 145 kombiniert sehr gute Fahreigenschaften
mit herausragenden Manöverqualitäten.
Es ist so eines der wenigen
Bretter der Gruppe, die Fahrer aller Könnensstufen
zu begeistern vermögen. Bei
einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis
sehr empfehlenswert!
- Pro
- Frühes Gleiten, Einsatzspanne, Ausstattung, Carvingfähigkeiten.
- Contra
- Vordere Fußschlaufenpositionen nicht optimal.
Eure Meinungen
- Claus Funk aus Waiblingen (09.07.2008)
Ein Brett das auch dem Widereinsteiger als auch dem Einsteiger ( der kein Schwert mehr braucht) viel spaß und freude macht.