Tiga Free X 150 (2008)
Der erste Eindruck
Das 150 ist das größte Board in der 2008er-Modellpalette von Tiga. Es unterscheidet sich deutlich von seinen kleineren Free-X-Geschwistern. So hat es unter anderem eine Konkave in der Mitte des Decks, die die Mastspur tiefer positionieren und eine bessere Kraftübertragung vom Segel aufs Brett bewirken soll. Aber auch im Unterwasserschiff setzt das 150 auf einen anderen Shape. Eine tiefe Monokonkave im Bugbereich mischt sich vor der Mastspur mit einer Doppelkonkave, die dann ganz übernimmt. Im Bereich der vorderen Fußschlaufen kommt ein V hinzu, das dann im Heckbereich allein übrig bleibt. Diese Form zählt zu den komplexesten Shapes, die wir seit dem Starboard Hypersonic und dem Tabou Manta gesehen haben. Wir waren deshalb neugierig, wie sich das Board im Test schlagen würde. Griffige, aber etwas harte Deckpads, bequeme und leicht verstellbare Fußschlaufen und eine 48-cm-Finne komplettieren die Ausstattung.
Fahreigenschaften
Eine interessante Eigenschaften des Tiga springt ins Auge, sobald man seinen Fuß aufs Brett setzt: Das Deck ist konkav geschnitten. Dies ist für Einsteiger nützlich, da die Füße so intuitiv brettmittig gestellt werden – und ein häufiger Anfängerfehler gerade beim Schotstart schnell abgestellt wird. Mit Druck im Segel kommt das 150 zügig ins Gleiten und fühlt sich dabei für ein Brett dieser Größe leicht und agil an. Die Amwindeigenschaften sind sehr gut und auf Halbwind- und Raumschotkursen ist das Brett unter den schnellsten in seiner Klasse. Bei angepowerten Bedingungen erfordert das Brett die Aufmerksamkeit des Fahrers, sonst steigt es leicht auf die Rails und die Kontrolle leidet. Fortgeschrittene und Experten werden aber diese Herausforderung mögen und mit aktivem Trimmen kann das Brett selbst bei Starkwind immer im Griff behalten werden.
Manövereigenschaften
Auch beim Halsen hat uns das Tiga überzeugt. Es geht mit Elan in die Kurve und kann sich auf die verschiedensten Radien einstellen. Der Kantengriff ist für ein so großes Brett erstaunlich und reizt gute Fahrer dazu, jede Halse noch ein wenig enger zu setzen. Die Laufruhe des 150 wird auch Aufsteiger schnell zu mutigem Carven verleiten.
- Fazit
- Das Free-X 150 war eine der Überraschungen im diesjährigen Test und muss sich vor keinem Brett verstecken. Schnell, aufregend und vielseitig paart es Performance mit Nutzerfreundlichkeit.
- Pro
- Das Tiga ist ein echter Frühgleiter, der gute Leistungen auf allen Kursen bringt und mit guten Halseneigenschaften glänzt.
- Contra
- Nicht viel auszusetzen. Die Deckpads sind etwas hart.
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