Starboard Kombat 107 (2007)
Der erste Eindruck
Der Alleskönner von Starboard geht in die dritte Saison. Egal, ob Freestyle, Freeride oder Welle, dieses Brett soll alles können. Und wenn man ehrlich ist, kann es das nicht. Dazu weiter unten mehr. Das Kombat hat einen runden Shape, in dem sich das Volumen sehr gleichmäßig auf die ganze Länge verteilt. Die Schlaufen und die Finne kann man in so viele Positionen bringen, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Aber je nachdem, ob man auf einem See Gas geben will oder sich in Dänemark in die Wellen stürzt, macht es ja auch Sinn, dass man diese Einstellungen verändern kann. Das Unterwasserschiff besteht aus dem für 2007 typischen gebogenen V, was am Heck und an der Nose ausgeprägter ist als in der Mitte. Die Pads und die Schlaufen sind wie gewohnt sehr gut; zu dem Brett gibt es eine 30-cm-Freeride-Finne.
Fahreigenschaften
Das Kombat liegt gut im Wasser und gibt beim Dümpeln viel Stabilität. Es gleitet schnell an und bleibt auch bei hohen Geschwindigkeiten bis zur Mastspur im Wasser, wodurch es leicht zu kontrollieren ist und auch bei Kabbelwasser ein ruhiges Fahrverhalten bietet. Wenn der Wind zunimmt und man langsam überpowert ist, stellt man sich einfach etwas aufrechter aufs Board und gibt mehr Druck aufs Heck. In solchen Bedingungen macht sich für leichte Fahrer die Größe des Boards bemerkbar. Man kann den Charakter des Boards durch die Einstellungen der Schlaufen gut verändern. Es beschleunigt noch schneller, wenn man die Schlaufen außen hat und man so viel Druck auf die Finne geben kann. Die Finne ist sehr gut, man kann sich voll auf die Kanten stellen und Vollgas gehen, die Finne verliert nicht die Traktion. Allerdings ist sie nicht sonderlich manöverorientiert. Es wird vermutlich keinen neuen Speedrekord auf Flachwasser aufstellen, aber in kabbeligen Bedingungen bleibt es ruhig und ist leicht zu fahren.
Manövereigenschaften
Zurück auf den inneren Schlaufeneinstellungen, ist das Kombat leicht zu fahren und verzeiht Fehler während der Halse, ohne dabei an Speed zu verlieren. In der Welle funktioniert das Board am besten bei schweren Surfern mit einem kraftvollen Stil. Die Kanten greifen gut und es überraschte uns, wie vertikal man mit dem großen Board wieder auf die Welle zufahren kann, um dann nach einem radikalen Cut Back an der Lippe wieder ins Wellental zu fl iegen. Im Freestylemodus ist das Kombat nicht zu Hause. Es ist wave- und freerideorientiert und eignet sich hervorragend für schwere Surfer, die nur ein Brett wollen.
- Fazit
-
Das Kombat ist durch die Verstellmöglichkeiten
der Schlaufen ein sehr vielseitiges
Brett, was vor allem für schwere, kraftvolle
Surfer bei wenig Wind empfehlenswert ist.
- Pro
- Großer Einsatzbereich, benutzerfreundlich und immer leicht zu kontrollieren.
- Contra
- Eher ein Brett für schwere, kraftvolle Surfer.
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