Naish Hybrid Wave 96 (2007)
Der erste Eindruck
Die Hybrid Wave-Reihe von Naish besteht aus zwei Brettern, von denen das 96er das größere ist. Das Board fällt ein wenig aus dieser Kategorie, da wir ja eigentlich insbesondere die Crossover-Eigenschaften beleuchten wollen und da ist schon an dieser Stelle abzusehen, dass das Hybrid Wave nicht mithalten kann. Braucht es aber auch nicht, denn der Shape hat uns so gereizt, dass wir es trotzdem unbedingt testen wollten und die Verleihung unserer Heartbreaker-Trophäe sagt dann ja eigentlich auch schon alles. Die Boards wurden für 2007 überarbeitet. Die Outline ist für ein Waveboard recht unkonventionell, sie ist sehr kurz und breit. Der Rocker wurde verändert, um dem Brett mehr Speed zu geben. Das Unterwasserschiff geht von einer Doppelkonkaven in ein V über, um das Board schnell, ruhig und wendig zu machen. Die Kanten sind dünner als beim Vorgänger und es ist mit guten Pads ausgestattet. Das Brett wird in Doppelsandwich gebaut und ist im Deck mit Holz verstärkt. Die dazugehörige Finne hat 25 cm.
Fahreigenschaften
Das Hybrid Wave ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Beim Dümpeln fühlt es sich sehr klein und wendig an, hat aber auf Grund der 96 Liter trotzdem viel Auftrieb und es gleitet erstaunlich früh an. Es beschleunigt ruhig, erreicht aber aufgrund seiner Breite keinen extremen Top-Speed. Das Board ist einzig und allein für kleine Wellen und schlechte Bedingungen gebaut. An typischen Nordund Ostsee Tagen macht das Board richtig Spaß. Es fährt sich wie ein Skateboard, es ist wendig, lebhaft und reaktionsfreudig und macht einfach alles, was man will. Es gleitet auch noch bei wenig Geschwindigkeit und eignet sich daher sehr gut für auflandigen Wind, denn man kommt immer schnell genug an die Welle zurück. Selbst bei viel Wind und Kabbelwasser wird das Board nie richtig unruhig, da der angenehme, geringere Top-Speed es nicht überfordert. Insgesamt ist es ein sehr spezielles Brett, mit dem man in schlechten Bedingungen viel Spaß haben kann.
Manövereigenschaften
Für kleine Wellen und auflandigen Wind ist das Brett ein Traum. Man kann, egal über welchen Fuß, den Bottom-Turn einleiten. Mit viel Power kannst du über den vorderen Fuß einen schönen, größeren Bogen einleiten, oder gleich über den hinteren Fuß das Board in enge Turns treten. Da das Board eine geringe Gleitschwelle hat, muss man sich schon sehr ungeschickt anstellen, damit es aus dem Gleiten kommt. Insbesondere über den hinteren Fuß dreht das Hybrid Wave auf einem Bierdeckel und durch seinen kompakten Shape kann man einen erstaunlich radikalen Cutback fahren.
- Fazit
-
Mit dem Hybrid Wave kann man sich
bei kleinen Wellen und auflandigem Wind
austoben, wie mit kaum einem anderen
Brett. Es fährt sich wirklich einzigartig und
hat uns eine Menge Spaß gemacht.
- Pro
- Skateboard für kleine Wellen
- Contra
- Nicht so hoher Top-Speed.
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