Hot Sails Smack 5,3 m (2008)
Der erste Eindruck
Wenn man das Smack ausrollt, sieht es extrem robust aus. Das Segel kommt ohne Monofilm aus und besteht fast nur aus sehr engmaschigem X-Ply. Das Segelfenster ist aus PVC, ein weiteres Indiz dafür, dass Segeldesigner Jeff Henderson und Tom Hammerton das Hauptaugenmerk auf Stabilität gelegt haben. Das Leech besteht aus Dacron. Es verfügt über alle modernen Details wie beidseitige Lederpads am Ende der Lattentaschen und überall dort, wo es sonst scheuern könnte, einen sehr guten Mastprotektor, gefaltete Nähte, einen Segelspanner, Trimmblock und einen Protektor am Unterliek, der Material und Fahrer schützt. Außerdem ist jede Naht nicht nur doppelt vernäht und verklebt, sondern auch zusätzlich mit Segeltape verstärkt.
Riggen und Einstellungen
Das 5,3er fährt man auf einem 400 Zentimeter langen RDM-Mast und wenn man sich an die aufgedruckten Angaben hält, ist das Segel gut getrimmt. Wie die anderen Hot-Segel gefiel es uns besser mit etwas mehr Vorliekspannung als angegeben. Umtrimmen muss man lediglich am Achterliek.
Fahreigenschaften
Beim Dümpeln merkt man etwas das physische Gewicht, was das engmaschige X-Ply und die robuste Verarbeitung bewirken. Sobald der Wind reicht, gleitet das Segel sehr früh an, es hat viel Power im unteren Bereich. Wenn es gleitet, bietet es ein angenehm weiches Fahren und liegt dann nicht mehr schwer in der Hand. Der Druckpunkt ist sehr stabil, man kann das Segel bei viel Wind lange halten. Das in Kombination mit der Power bei wenig Wind ergibt einen sehr großen natürlichen Windbereich. In Manövern ist das Smack angenehm neutral und leicht in jede gewünschte Position zu bringen. Das Segel schlägt sehr einfach und weich um. Beim Abreiten hat es viel Power und auch bei auflandigem Wind kommt man mit viel Speed wieder an der Wellenlippe an. Das Smack ist so gut verarbeitet, dass man sich nicht sorgen muss, wenn es mal von einer Welle über die Steine gewaschen wird.
- Fazit
- Das Smack 5,3 ist ein sehr robustes Segel mit viel Power und weichem Fahrgefühl. Besonders aggressive Surfer werden seine Performance in der Welle mögen. Ein sehr empfehlenswertes Segel für Surfer, die etwas Robustes suchen.
- Pro
- Extrem robust, viel Power, druckpunkstabil und angenehm weiches Handling.
- Contra
- Das etwas weichere Fahrgefühl muss man mögen.
Eure Meinungen
- spindoctor aus Essen (25.07.2008)
Bin das Segel (5.3) zwar nur mit einem nicht-RDM Mast, 400cm Tsunami, gefahren, und ich bin es auch nicht in der Welle gefahren (kann ich naemlich nicht), sondern nur auf dem Rinkjoebing Fjord, aber stimmt alles, was oben gesagt wurde. Board war eine Axxis 267, im Juni 2008 war fuer den Kombat 89 zu wenig Wind, leider, aber im September: neues Spiel, neues Glueck. Verarbeitung ist auch Spitze.