North Sails Duke 5.9 (2009)
Der erste Eindruck
Seitdem wir das Duke 5.9 im Test haben, gehört es zu den beliebtesten Segeln unter allen Testern und es ist kein Geheimnis, dass viele von uns es auch privat fahren, weil die Performance des Segels von Jahr zu Jahr von Neuem zu überzeugen weiß. Für die Saison 2009 wurde das obere Achterliek überarbeitet. „Hyper Leech II“ heißt das in der North-Sprache nun und soll weniger nervös sein. Im mittleren Bereich hat das 09er-Duke weniger Spannung als im Vorjahr. Diese Veränderungen sollen dem Segel mehr Power beim Pumpen geben und es bei Freestyletricks leichter kontrollierbar machen. Das Duke fährt man mit einem SDMMast, da North der Ansicht ist, dass dies für ein direktes Segel in dieser Größe besser ist. Wir sind der Meinung, dass leichte und mittelschwere Fahrer ruhig auch einen 430-RD-Mast in das Segel stecken können, da es dann vom Handling her noch leichter wird.
Riggen und Einstellungen
Das Duke ist leicht aufzubauen und die aufgedruckten Maße geben eine sehr gute Orientierung. Im unteren Bereich ist viel vorgeformter Shape im Segel, was viel Angleitpower erahnen lässt. Das Feintuning findet über das Achterliek statt. Wir empfehlen, wie bei mehreren Segeln dieser Klasse, nicht zu viel Spannung anzulegen, da auch das Duke mit moderater Achterliekspannung unserer Meinung nach am besten funktioniert.
Fahreigenschaften
Bereits das 2008er-Duke gehörte zu den besten Segeln im Test und wir haben das Gefühl, dass es Segeldesigner Kai Hopf gelungen ist, noch eine kleine Schippe draufzulegen. Das Segel gleitet nach wie vor sehr früh an und fühlt sich dabei leicht und lebhaft an. Der Druckpunkt liegt recht hoch und weit vorne. Dadurch ist es sehr wendig und animiert den Windsurfer zu einem aufrechten Stand auf dem Brett. Das wiederum ist gut, um von einem Manöver ins nächste zu windsurfen. Zusammen mit der weichen Kraftentfaltung kann man mit dem Segel sehr effektiv pumpen. Sobald der Wind reicht, beschleunigt das Segel zwar weich, aber bestimmt auf eine hohe Endgeschwindigkeit. Das Duke hat auf einer Einstellung einen sehr großen natürlichen Windeinsatzbereich und bietet dabei ein eindrucksvolles Handling, was unserer Meinung nach im Vergleich zu den letzten beiden Jahren noch einmal verbessert werden konnte. Der stabile Druckpunkt macht es möglich, das Segel sehr lange zu halten und man hat nie den Eindruck, es sei nervös. Das 5.9er-Duke ist in jedem Fall ein sensationelles Freemove-, Waveund auch Freestylesegel, mit dem man wesentlich mehr machen kann, als einfach nur geradeaus zu fahren.
- Fazit
- Das Duke 5.9 ist ein wirklich gelungenes Segel und bietet ein ausbalanciertes Handling in einer breiten Windrange. Bei kaum einem anderen Testprodukt waren sich alle Tester gleichermaßen so einig: Sehr empfehlenswert.
- Pro
- Riesiger Windeinsatzbereich, leichtes und reaktionsfreudiges Handling.
- Contra
- Nichts zu meckern.
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